Im Gespräch mit Zeremonienrednerin Monika Jessner

Monika Jessner war mehr als 30 Jahre im Eventbereich tätig. Für die Zeremonienrednerin ist es eine Herzensangelegenheit, eure Trauung zu einem unvergesslichen Ereignis werden zu lassen.

Wie bist du zu deinem Beruf gekommen? 
Mein Traumberuf von Kindheit an war Moderatorin beim Fernsehen oder Radio. Wie so oft im Leben kommt man nur über Umwege zum Ziel. Ich war viele Jahre im Tourismus- und Eventbereich tätig, u. a. als Hochzeitsplanerin. Eines meiner Brautpaare war auf der Suche nach einer Zeremonienrednerin für eine Trauung im Schloss Mirabell. Da sie keine zu ihren Vorstellungen passende Rednerin gefunden hatten, ermunterten sie mich dazu, die Zeremonie durchzuführen. Ich brauchte nicht lange zu überlegen – gesagt, getan. Die Zeremonie war mehrsprachig, da die Gäste von allen Kontinenten dieser Erde angereist waren. Ich hatte richtig Freude daran – denn so moderierte ich nun doch, auch wenn etwas anders als gedacht.

Was macht dich so besonders?
Durch meine langjährige Tätigkeit im Tourismus- und Eventbereich kann ich die Brautpaare bei vielen Themen unterstützen. Diese Arbeit und das große Netzwerk, das ich über die Jahre aufgebaut habe, machen sich nun bezahlt. Ich bin bodenständig, sachlich, unkompliziert, sehr umgänglich und auch offen. Ich bin sehr humorvoll, bei meinen Zeremonien wird auch viel gelacht. Ich bin kein Freund davon, alles in Romantik und Kitsch ertrinken zu lassen. Ich bin gut im Improvisieren und finde stets die perfekte Mischung. Da ich selbst sechs jüngere Geschwister habe und Mama von zwei Töchtern bin, finde ich es auch immer toll, wenn Kinder in die Zeremonie eingebunden werden. Und ganz warm ums Herz wird mir, wenn auch Hunde an der Feier teilnehmen und ihnen Aufgaben zugeteilt werden.

Was liebst du an der Hochzeitsbranche?
Die Geschichten hinter den Paaren und die Familien dahinter. Die Spannung, Freude, Hoffnung, Erwartungen, Magie, Liebe und den Blick auf die gemeinsame Zukunft der Paare. 

Wie hast du selbst geheiratet?
Zu zweit, ohne Gäste, in Las Vegas. Alles war vorab geplant und gebucht. Die freie Trauung fand in einer kleinen Kapelle statt, anschließend wurde im Harley-Davidson Café am Strip gefeiert. Im Anschluss folgte eine 3-wöchige Reise entlang der Westküste (Las Vegas - San Diego - LA - San Francisco). Um Freunde und Familie nicht zu enttäuschen, haben wir am Tag vor der Abreise eine ordentliche Party geschmissen.

•••
Interview vom Juni 2020