Im Gespräch mit Meisterfloristin Sandra Merhaut

Die ausgebildete Meisterfloristin Sandra Merhaut begleitet Brautpaare mit viel Liebe und Leidenschaft und ganz individuell vom ersten persönlichen Kennenlernen bis hin zum finalen Blumenkonzept.

Wie bist du zu deinem Beruf gekommen? 
Ich bin ein echtes Flowergirl. Schon als Kind war ich nur draußen unterwegs, wo ich die Natur mit meinen Großerltern erleben durfte (die Eltern hatten keine Zeit). All ihre Schätze und Kostbarkeiten haben wir bestaunt, gesammtelt, gepflückt, gepresst, gegessen, einglegt, verkocht, … So war es klar, dass ich einen Beruf mit Natur, aber andererseits auch mit Handwerk möchte. Mit einer Lehre zur Gärtnerin hat es dann begonnen. Da mir das aber nicht gereicht hat, habe ich zusätzlich die Floristen- und die später auch die Kräuterpädagogik-Ausbildung gemacht. 

Was macht deine Arbeit so besonders?
Das Besondere an mir, meiner Arbeit und meinen Werkstücken ist, dass ich nicht versuche, die Blumen zu verbiegen. Ich achte darauf, wie sie gewachsen sind, und verarbeite sie dann auch genau so. Jede Blüte und jeder Stiel soll zur Geltung kommen. Die Natürlichkeit und das Lebendige sind mir wichtig. Außerdem gibt es bei mir immer nur Blumen, die gerade Saison haben. 

Was liebst du an der Hochzeitsbranche?
Ich liebe es, die Brautpaare persönlich kennenzulernen, deren Geschichten zu hören und ihnen daraufhin ein individuelles Konzept erstellen zu dürfen. Alle Brautpaare bekommen von mir ein eigenes Flowerboard – so sehen sie schon, wie schön die Farben und Blumen des Konzepts zusammenpassen. Ich freue mich jedes Mal wieder, dass mir meine Kunden so viel Vertrauen schenken und ich einen Teil zu ihrer Hochzeit beitragen darf – von den ersten Ideen bis hin zum finalen Tag. 

Welchen Trend erkennst du aktuell?
Der Trend geht in die Natürlichkeit – auch Trockenblumen haben wieder ein Comeback. 

Hast du selbst auch schon geheiratet?
Nein … Bin altmodisch und warte noch auf einen Antrag. :) 


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Interview vom Juli 2021