Erste Schritte der Hochzeitsplanung

Die Zeit um Weihnachten und Silvester ist Verlobungs-Hochsaison. Fast alle Hochzeitsdienstleister merken das an massenhaften Anfragen im Januar. Jedoch hagelt es am Anfang des Jahres mehr Absagen denn je!

Grund 1: Ungeduld

Die meisten frisch verlobten Paare können die Hochzeit kaum erwarten und suchen sich einen Termin in der Hochsaison des selben Jahres aus. Glück haben bei einer solchen Herangehensweise meist nur die Paare, die nicht so wählerisch sind und sich einfach mit den Hochzeitslocations und Anbietern zufrieden geben, die an ihrem Wunschtermin noch frei sind. Doch die meisten Paare haben natürlich genaue Vorstellungen ihres besonderen Tages und haben daher leider kein Glück.

Grund 2: Corona-Hochzeiten

Gerade 2021 wird es so gut wie unmöglich sein, eine große Hochzeitsfeier noch im gleichen Jahr umzusetzen. Durch den Coronavirus wurden fast alle Hochzeiten von 2020 auf 2021 verschoben und sogar 2022 ist daher schon gut gebucht. Wer also im Januar 2021 mit der Planung startet, sollte auf jeden Fall 2022 für die Hochzeit ins Auge fassen und sich trotzdem unbedingt sputen!

Die Hochzeitsgruppen auf Facebook und auch unsere Posteingänge sind im Frühjahr immer voll mit Nachrichten von verzweifelten Bräuten, die keinen Fotografen mehr bekommen, deren Traumlocation schon das ganze Jahr komplett ausgebucht ist oder die ihre Hochzeit nach dem Versand der Save the Dates nun doch um ein ganzes Jahr verschieben müssen. Und die meisten können es überhaupt nicht fassen, dass man für eine Hochzeit wirklich so früh dran sein muss. Aber ja – wir müssen das hier leider auch nochmals bestätigen. Mit diesem Post möchten wir aber vor allem eines: euch Starthilfe geben.

Die beiden größten und häufigsten Fehler, die am Anfang der Hochzeitsplanung gemacht werden: 


1. Sofortiges Festlegen eines Termins

„7.7. – das klingt doch schön! Und Sommer ist es auch! Den nehmen wir!“ – Das ist leider der schlimmste Fehler, den ihr machen könnt und wir können es gar nicht fassen, wie oft diese Vorgehensweise von anderen Hochzeitsblogs fälschlicherweise empfohlen wird! Wer sich schon beim Termin völlig einschränkt, tut sich extrem schwer bei der Hochzeitsplanung. Vor allem dann, wenn man einen beliebten Termin oder einen Termin in der Hochsaison wählt. Die meisten Dienstleister oder Locations sind dann nämlich meist schon vergeben – natürlich vor allem die beliebten.

2. Sofortige Buchung der Traumlocation, bevor ihr abgecheckt habt, ob die anderen benötigten bzw. gewünschten Dienstleister an diesem Termin noch zu haben sind. Die Location ist nicht alles – vielleicht möchtet ihr eine bestimmte Band buchen oder ihr seid besonders anspruchsvoll, wenn es um Fotografie geht?

Klappen kann es so jedenfalls nur, wenn euer gewählter Termin entweder noch seeeeehr weit weg ist oder – vielleicht – wenn er in der Nebensaison (November bis April) liegt. Gerade „schön klingende“ Termine sind natürlich sehr beliebt und daher sind Locations und Dienstleister in der Regel da schon sehr früh ausgebucht – teilweise sogar schon 2 Jahre vorher (und das ist jetzt wirklich keine Übertreibung!) – natürlich vor allem dann, wenn der Termin in der Hochsaison (Mai bis September) liegt.

Wann sollte man mit der Hochzeitsplanung anfangen?
Und welches sind die ersten Schritte?


1. Anbieter

Schaut euch online Locations (hier findet ihr eine tolle Übersicht an tollen Hochzeitslocations in Österreich) und Dienstleister an und entscheidet euch, was euch gefällt, wer davon in Frage kommt und wer nicht. Schreibt wirklich alle, die für euch von Lage & Stil her in Frage kommen, auf eine Liste – sortiert nach Kategorien. Für eine größere Erfolgschance: Versucht, jetzt noch nicht all zu wählerisch zu sein. Bei der Recherche sind auch unsere Bücher sehr hilfreich – diese bieten sich ideal für Paare an, die lieber etwas in der Hand halten, als im Internet rum zu scrollen.

2. Gäste
Sobald ihr wisst, wie viele Gäste ihr in etwa einladen wollt, könnt ihr ggf. einzelne Locations von eurer Liste streichen, die laut Auskunft nicht genügend Platz bieten.

3. Jahreszeit
Schränkt euch nicht gleich auf einen bestimmten Monat oder eine Jahreszeit ein – damit macht ihr euch die Planung nur selbst schwer! Falls ihr keinesfalls im Winter heiraten möchtet, streicht diesen ruhig von der Liste. Aber am besten lasst ihr euch zu Beginn der Planung sonst noch alle Möglichkeiten offen. Nicht vergessen: Auch im Juli oder August könnte es den ganzen Tag regnen.

4. Anfragen
Nun könnt ihr bei allen Locations, beim Standesamt und bei den Dienstleistern auf eurer Liste die freien Termine anfragen. Je größer der Zeitraum ist, den ihr den Anbietern dabei vorgebt (z.B. „März bis Oktober“), desto größer ist eure Chance auf Übereinstimmungen!

5. Aussuchen
Nun wisst ihr, wann welche Dienstleister  und welche Locations noch frei wären. Jetzt ist es langsam an der Zeit, euch für die Anbieter und einen Termin zu entscheiden. Vereinbart Gespräche mit Dienstleistern, die ihr vorher noch persönlich kennenlernen möchtet und einen Besichtigungstermin in der Location. Legt ein fixes Maximalbudget für eure Hochzeit fest und fordert Angebote an um zu checken, ob die gewählten Anbieter in eurem Budget liegen.

6. Reservieren
Vielleicht habt ihr Glück und eure Favoriten sind alle am selben Termin frei. Sobald ihr euch entschieden habt, bucht diesen Termin bei allen Anbietern. Und bitte – scheißt drauf, wenn es der 28.4. statt dem 7.7. geworden ist. Es ist so viel wichtiger, dass an eurem großen Tag alles perfekt ist und ihr die Location und Dienstleister bekommt, die ihr euch wünscht, als dass das Datum gut klingt!

7. Bekanntgeben
Erst JETZT habt ihr euren Hochzeitstermin – erst jetzt solltet ihr also mit dem Versand der Save the Dates starten. Save the Dates sind vor allem dann wichtig, wenn euer Termin in der Urlaubszeit liegt – so könnt ihr sichergehen, dass eure Gäste euren Termin bei der Urlaubsplanung berücksichtigen. Das Schöne: Auch wenn die Hochzeit jetzt vielleicht sogar noch ein Jahr entfernt ist – ab jetzt könnt ihr euch zurücklehnen, denn nun ist alles organisiert und euer Termin ist nicht nur bei den Anbietern, sondern auch bei euren Gästen vermerkt. So kann quasi nichts mehr passieren. Ihr könnt euch dann zwei bis drei Monate vor der Hochzeit mit allen Dienstleistern zu den finalen Detailgesprächen treffen. Und wenn ein Save the Date verschickt wurde, dann reicht sogar der Versand der Einladungen dann.

Unser wichtigster Tipp an alle frisch Verlobten: Slow down! Habt es nicht so eilig! Wer sich bei der Planung mehr Zeit lässt, hat viel mehr Möglichkeiten, viel mehr Auswahl, viel mehr Ruhe und auch viel mehr Zeit, um vielleicht noch für das eine oder andere Special zu sparen :-)

Wir wünschen euch viel Freude bei der Hochzeitsplanung!

25. Dezember 2020

Konditorinnen aus Österreich
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