Die 9 größten Budget-Posten für eure Hochzeit

It's all about the money – gerade am Beginn der Hochzeitsplanung stellt sich vor allem die finanzielle Frage. Ganz wichtig ist dabei, sich schon vor der Einholung von Angeboten zu überlegen, wie viel Budget man denn eigentlich in die Hochzeit maximal investieren möchte bzw. kann – ganz abgesehen davon, welcher Posten wieviel kostet. Das Hochzeitsbudget kann einen aber natürlich schnell mal überfordern.

Wenn ihr jetzt denkt: "Wir haben absolut keine Ahnung, was eine Hochzeit kostet oder womit man ungefähr rechnen muss", dann seid ihr überhaupt nicht alleine und das ist überhaupt nicht schlimm – im Normalfall plant man seine Hochzeit ja nur einmal und das ist halt immer das erste Mal. Woher soll man denn dann bitte wissen, was eine Hochzeitseinladung oder ein Ehering kostet?

Um euch Starthilfe für eure Budgetplanung zu geben, nehmen wir für euch neun Budget-Posten unter die Lupe, die bei den meisten DIY-Hochzeiten den größten Anteil der Kosten ausmachen. Dies sind natürlich nur Richtwerte – für die Berechnung der endgültigen Kosten spielen sehr viele Details eine Rolle.

1. Die Hochzeitslocation

Die Location ist der wichtigste Punkt in der Hochzeitsplanung, der nach der Verlobung als allererstes angegangen werden sollte. Nicht nur, weil die schönsten Hochzeitslocations immer schon sehr früh augebucht sind (vor allem bei beliebten Terminen und in der Hochsaison von Mai bis September), sondern auch, weil die Location für den Großteil der Atmosphäre bei eurer Hochzeit verantwortlich ist. Meist ist die Location somit auch der teuerste Posten. Die meisten Locations verlangen einen Mietbetrag. Manchmal kann man entweder das ganze Haus oder auch nur einzelne Räume buchen, wenn man in kleiner Gesellschaft feiert. In manchen Locations ist die Gästeanzahl nicht ausschlaggebend und es wird immer die komplette Miete fällig – vor allem im Sommer, wenn die Location keine Mühe damit hätte, eine größere Hochzeit reinzubekommen. In vielen Locations ist die Miete nur bis Mitternacht inklusive und jede weitere Stunde kostet extra (aufgrund des Personals, das vor Ort bleiben muss). Das solltet ihr unbedingt abklären. Bei Restaurants oder Hotels fallen meist keine oder nur sehr geringe Mietkosten an, wenn ein bestimmter Wert konsumiert wird oder eine bestimmte Anzahl an Gästen im Hotel übernachten.
Kosten: ca. 500 – 8.000 Euro

2. Die Verpflegung

Bei den meisten Hochzeitslocations gibt es entweder eine hauseigene Verpflegung oder einen fixen Catering-Partner. Da die Buchung eines externen Caterings oft sehr teuer ist, ist die Idee à la "Wir mieten einen günstigen leeren Raum oder feiern gratis in der Scheune von Onkel Otto" finanziell gesehen keine gute Idee – das ist etwas, was viele Paare falsch einschätzen. Gerade wenn keine Infrastruktur für ein Catering vorhanden ist, kommen hier immense Zusatzkosten für Geräte, Geschirr usw. auf euch zu. Auch das Servicepersonal darf dann bei der Kalkulation nicht vergessen werden.
Kosten: ca. 80 – 300 Euro pro Person

3. Euer Look

Wenn es um den großen Auftritt von Braut und Bräutigam geht, sind Geschmäcker und Budgets natürlich verschieden. Dennoch gehört dieser Punkt definitiv unter die neun größten Posten. Auch mit einem günstigeren Anzug, einem Second-Hand-Brautkleid und einem unkomplizierten Styling ist man schnell bei 1000 Euro angelangt. Gerade die Accessoires werden hier nämlich gerne vergessen: Strumpfwand, Schleier, Schuhe, Schmuck, Fliege, Krawatte, .... Zudem möchte sich heutzutage auch der Mann beim Getting Ready mit einem Styling vom Friseur oder Barbier seines Vertrauens verwöhnen lassen. Nach oben gibt es finanziell bei diesem Posten kaum eine Grenze. Mit einem maßgeschneiderten, dreiteiligen Anzug und einem etwas exklusiveren Brautkleid landet man schnell bei 5.000 Euro.
Kosten: ca. 1.000 – 5.000 Euro

4. Die Musik

Hier verhält es sich natürlich bei jeder Hochzeit anders – manche Paare buchen nur einen Solisten für die Trauung, andere möchten das volle Programm mit Begeleitung der Agape, Stimmungsmusik am Abend und Ausklang durch einen DJ. Die Begleitung der Trauung ist meist nicht so kostenintensiv und beginnt bei ca. 200 Euro. Sowohl hier als auch bei der Band am Abend kommt es finanziell darauf an, wie viele Personen auf der Bühne stehen – denn diese müssen sich die Gage ja teilen. Beim Abendprogramm wird es jedenfalls teurer, da die Musiker hier meist viel mehr Equipment benötigen oder vielleicht sogar Ton- und Lichttechnik usw. mitbringen müssen, wenn in der Location nichts vor Ort ist. Grundsätzlich ist eine Band teurer als ein DJ. Die Kosten variieren natürlich auch je nach Spielzeit und Uhrzeit. Wenn Begleitung der Trauung, Band am Abend und zusätzlich noch ein DJ für den Ausklang gebucht wird, sind Kosten von ca. 4.000 Euro ganz normal.
Kosten: ca. 200 – 4.000 Euro

5. Der Hochzeitsfotograf

Hochzeitsfotografen können sich preislich gewaltig unterscheiden. Das liegt aber nicht daran, dass der ein oder andere euch abzocken möchte. Alleine schon eine langjährige Erfahrung ist hier ein gutes ein Argument für einen teureren Preis. Manche Fotografen begleiten euch vom Getting Ready bis in die späten Abendstunden, andere bieten auch stundenweise Fotografie an. Bei manchen Paketen sind gedruckte Fotos oder sogar ein hochwertiges Fotoalbum inkludiert. Gerade beim Fotografen ist es sehr wichtig, nicht als erstes oder nur auf die Kosten zu schauen. Von Hobbyfotografen, die eure Hochzeit für 500 Euro festhalten, dürft ihr nicht viel erwarten. So viele Paare haben hier schon schlechte Erfahrungen gemacht, die man leider nicht mehr rückgängig machen kann. Wenn ihr finanziell Abstriche machen müsst, dann lieber bei einem anderen Posten – denn die Fotos sind das, was euch ein Leben lang von eurem schönen Tag bleibt. Achtet bei der Wahl des Fotografen lieber darauf, dass euch sein Stil gefällt und dass ihr euch gut mit ihm versteht.
Kosten: ca. 500 – 4.500 Euro

6. Die Hochzeitsfloristik

Die Hochzeitsfloristik umfasst im Normalfall mehr als nur den Brautstrauß. Auch Kirche oder Trauungszimmer und die Tische bei der Hochzeitslocation möchten floral geschmückt sein. Das volle Programm beinhaltet zudem Autoschmuck, eine Flower Crown für die Haare, Sträuße für die Brautjungfern, Blütenarmbänder und Streublüten für die Blumenmädchen, Dekoration des Traubogens und vieles mehr. Hier kommt es finanziell also ganz darauf an, wie viel und wie pompös es sein darf. Nach oben hin gibt es auch hier kaum eine Grenze. Die meisten Floristen kümmern sich gerne auch um die komplette Tischdekoration inkl. Vasen, Kerzen & Co. Ihr braucht hier also nicht irgendwelches Dekozeugs in Unmengen im Internet zu bestellen, das ihr danach wieder verscherbeln müsst.
Kosten: ca. 500 – 3.000 Euro

7. Die Hochzeitspapeterie

Die Papeterie wird oft in der Kalkulation vergessen, obwohl man hier auch bei selbstgemachten Karten mit höheren Kosten rechnen sollte, als man erst vermuten würde. Grundsätzlich kommt es darauf an, was ihr hier alles benötigt. Reicht eine Einladung und eine Dankeskarte? Oder braucht ihr auch ein Save the Date, Menükarten, Programmkarten, Namenskärtchen, Gastgeschenk-Etiketten und einen Sitzplan? Die zweite wichtige Frage: Möchtet ihr das wirklich alles selbst basteln, gestaltet ihr die Karten im Internet oder holt ihr euch lieber Hilfe von einem professionellen Papeterie-Designer? Und die dritte Frage, um hier kalkulieren zu können: Wie exklusiv darf es sein? Reicht euch günstiger Standarddruck auf Standardpapier, ohne viel Schnickschnack? Oder habt ihr euch in Goldprägungen, Wachssiegel und Büttenpapier verliebt? Da es hier so viele Fragen und Möglichkeiten gibt, können die Preise hier ins Unermessliche variieren. Es ist hier sehr schwer, ungefähre Kosten zu nennen – doch bei den meisten Hochzeiten gehört der Posten "Papeterie" zu den neun größten Ausgaben.
Kosten: ca. 500 – 5.000 Euro

8. Die Eheringe

Ein weiterer Budgetposten, der gerne mal vergessen wird: Die Eheinge. Je nach Art und Anzahl der ggf. eingesetzten Steine variieren auch hier natürlich die Preise. Und auch hier gibt es nach oben kaum eine Grenze.
Kosten: ab ca. 1.000 Euro


Fazit

Viele Dinge werden oft total falsch eingeschätzt – das ist ganz normal. Man rechnet bei einzelnen Dienstleistungen meist mit weniger, manchmal aber auch mit mehr Kosten. Wahrscheinlich hat es noch kein Brautpaar geschafft, am Ende auf die selbe Summe zu kommen wie in der Kalkulation. Kleiner Tipp am Rande: Meistens liegt das aber nicht an bösen Überraschungen, sondern an der immens unterstätzten Menge an Geldgeschenken ;-)

31. Oktober 2020

Konditorinnen aus Österreich
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