Take my name – Die Sache mit dem Nachnamen

Take my name – Die Sache mit dem Nachnamen

geschrieben von

Myrthe

/

Letztes update:

8.12.2021

Heiß ich wie du oder du wie ich? Und wie machen wir das mit den Kindern? In der Zeit zwischen Verlobung und Hochzeitstag ergeben sich einige Fragen – unter anderem wird gerne und viel diskutiert, wer schlussendlich welchen Nachnamen übernimmt. Wir sagen: Zum Glück! Endlich gibt es diese Diskussion unter Paaren. Jahrzehntelang war genau diese Sache nämlich kein Thema. Die Frau hat den Nachnamen des Mannes übernommen, keine Widerrede. Heute aber gibt es alle möglichen Varianten. Manchmal entstehen so wirklich witzige oder auch klangvolle Doppelnamen. Oft aber gehen Eheleute auch sehr pragmatisch an die Namensentscheidung heran. Was auffällt: Kalt lässt dieses Thema niemanden! Kein Wunder, schließlich gehen mit dem eigenen Namen Geschichte & Tradition einher. Umso spannender zu hören, wie Heiratswillige das künftig lösen oder bereits gelöst haben. Wir haben nachgefragt:

Take my name – Die Sache mit dem Nachnamen

Paul & Ariane:

Konventionell: Sie übernimmt den Namen des Mannes.

Wir haben uns für den derzeit als konventionell angesehenen Weg entschieden: Ich habe den Namen meines Mannes angenommen. Da wir auch eher das klassische Modell in Bezug auf Familie leben und ich seinen Nachnamen schon immer sehr klingend fand, konnte ich mich damit gut arrangieren. Ich verstehe es aber auch, wenn Frauen einen Doppelnamen haben möchten. Da ist dann kein Name mehr wert als der andere, das finde ich auch schön. Für mich war das keine Option, weil mir mein früherer Name eh nicht gefiel.

Take my name – Die Sache mit dem Nachnamen

Nicole und Andi:

Eigenständig: Die Frau behält ihren Namen. Der Mann seinen.

Viele wissen gar nicht, dass das geht. Ich habe meinen Namen behalten und mein Mann trägt weiterhin seinen Nachnamen. Wir haben spät geheiratet und ich hatte einfach das Gefühl, dass ich mein ganzes, bisher gelebtes Leben aufgebe, wenn ich meinen Nachnamen nicht mehr weiter trage. Mit den Kindern kam dann die Frage, wie sie denn zum Nachnamen heißen sollen. Denn hier gilt in Österreich: Ein Familienname eines Elternteils muss bestimmt werden, sonst wird der Nachname der Mutter herangezogen. Die Alternative: Ein Doppelname für die Kinder – diese Variante haben wir für unsere Kinder gewählt.

Take my name – Die Sache mit dem Nachnamen

Carina und Richard:

Die Symbiose: Ein Doppelname für Beide.

Wir haben beide sehr traditionelle Vorarlberger Namen, die aber zum Glück recht kurz ausfallen. Daher haben wir uns für die Zeit nach unserer Hochzeit dafür entscheiden, beide Namen in einem Doppelnamen zu verbinden. Wir sind da wohl sehr romantisch veranlagt, aber wir finden den Gedanken schön, dass zur unglaublich schönen Hochzeit als Sahnehaube auch noch eine Verschmelzung unserer Nachnamen hinzu kommt.

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John und Lisa-Marie:

(Noch) Untypisch: Er übernimmt ihren Namen. Die Kinder auch.

Meinen Nachnamen fand ich immer in Ordnung, ich habe ihn gern getragen. Aber die ständige Nachfrage bezüglich der Schreibweise “y oder ie” und wie denn nun nochmal die komplizierte Endung ausgesprochen wird, das war doch oft mühsam. Ich fragte also meine Frau, ob wir denn nicht ihren Namen übernehmen könnten und sie war hellauf begeistert. Die Kinder kennen es jetzt nicht anders und für mich ist unser gemeinsamer Nachname zum Familiennamen geworden.

Take my name – Die Sache mit dem Nachnamen

Wir finden: Es ist egal, für welche Variante ihr euch entscheidet. Solange alle Beteiligten (Eheleute & Kinder) auf lange Sicht damit glücklich sind. Daher unser Tipp: Redet früh genug miteinander! Habt Respekt gegenüber dem Nachnamen des Anderen. So findet sich bestimmt der richtige Name für euer Eheglück!

Ach ja – und wer sich ganz genau über die rechtlichen Möglichkeiten informieren mag, kann sich bei Österreichs digitalem Amt einlesen.

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