Im Gespräch mit Hochzeitsplanerin Jaqueline Schett

Wenn ihr gerade eure Traumhochzeit in den Bergen Salzburgs plant, dann seid ihr bei Jacqueline Schett goldrichtig. Es ist die Leidenschaft und der Beruf der ausgebildeten Hochzeitsplanerin, die Hochzeit eines Brautpaares zum schönsten Tag in dessen Leben zu machen.

Wie bist du zu deinem Beruf gekommen?
Hochzeiten haben mich schon als kleines Mädchen fasziniert und begeistert. Die Freude, Liebe und Aufregung, die schon Monate vor dem großen Tag nicht nur das Brautpaar, sondern auch Familie und Freunde packen, sind einfach wunderschön. Ich durfte schon in meiner Kindheit bei sehr vielen Hochzeiten dabei sein und habe gesehen, wie viel Organisation, Detailarbeit und Herzblut in diesem einzigartigen Tag stecken. Nach meiner Ausbildung in den Salzburger Tourismusschulen arbeitete ich im Marketing- und Personalwesen und bei diversen Events. Nach unserer eigenen Hochzeit beschloss ich, meinen Traum zum Beruf zu machen. Ich machte eine Ausbildung zur Hochzeitsplanerin und helfe nun Paaren sowohl bei der großen als auch der kleinen Planung ihrer Hochzeit.

Was macht deine Arbeit so besonders?
Mir sind meine Brautpaare als Menschen sehr wichtig. Jedes einzelne Paar hat seine eigene Geschichte, seine Vorstellungen und Vorlieben. Die einen mögen's schlicht und ungezwungen, die anderen pompös und durchgestylt. Da braucht es Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen, damit die Hochzeit einzigartig wird und zum Brautpaar passt. Ich bin immer für meine Paare da und setze ihren individuellen Stil mit Herzblut und Engagement um. Manchmal ist Gesamtorganisation gefragt, manchmal nur Hilfe in Teilbereichen, wie Dekoration, Locationsuche oder beim Ablauf. Ich bin wie eine ganz persönliche Assistentin. Ich helfe und entlaste während der Planungsphase und/oder am Tag der Hochzeit – eben eine Hochzeitsassistentin.

Welchen Trend erkennst du aktuell?
Durch die momentane Situation sind „Tiny Weddings“ in aller Munde. Statt die Hochzeit abzusagen oder auf unbestimmte Zeit zu verschieben, wird in kleinem Rahmen geheiratet – intim, mit ganz wenigen Gästen oder gar nur zu zweit. Trotzdem wird viel Wert auf Qualitiät und Details gelegt. Man bekommt dadurch mehr Zeit und hat auch mehr Budget, um viele kleine Details einzubinden und hochwertiger umzusetzen. Kirchliche oder religiöse Trauungen bekommen sehr starke Konkurrenz von den freien Trauungen. Bei der Deko immer noch aktuell sind der Trockenblumen-Trend, Boho-Style mit Makramee und Pastellfarben. Außerdem freut es mich, dass Nachhaltigkeit immer öfter auch im Hochzeitskonzept eine Rolle spielt. Wiederverwenden, Ressourcen sparen und regionale Dinge miteinbeziehen ist eigentlich für fast alle meine Brautpaare ein Thema. Für wirklich Unnötiges wird nicht gerne Geld ausgeben. Auch Holz ist nach wie vor ein beliebtes Dekoelement.


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Interview vom Juli 2021