Hochzeitstraditionen – 12 Fakten

Hochzeitstraditionen – 12 Fakten

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Im Vergleich zum Brautpaar müssen Hochzeitsgäste relativ wenig schwierige Entscheidungen treffen. Eine davon: Das richtige Outfit wählen. Schließlich gibt es zahlreiche verbotene oder zumindest verpönte Farben und andere Stolpersteine. Doch keine Sorge, mit diesem Guide findet ihr bestimmt ein perfektes Outfit für euren nächsten Hochzeitsbesuch.

Hochzeitstraditionen – 12 Fakten

Warum der Ringfinger Ringfinger heißt

Es ist die Henne-Ei-Frage der Hochzeitsbranche und genau wie diese gibt es auch auf die Ringfinger-Frage eine klare Antwort. Verlobungs- und Eheringe werden am vierten Finger der linken Hand getragen, weil man früher glaubte, dass eine Vene an diesem Finger direkt zum Herzen führe. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Seite egal und der Finger wurde nach dem Ehering benannt. BTW: Das Ei war zuerst da.

Mehr zu diesem Thema: Links oder rechts – an welche Hand kommt der Verlobungsring?

Wieso trägt die Braut weiß?

Heute könnte man sagen, dass Maria de’ Medici im Jahr 1600 ihrer Zeit voraus war. Ihre Hochzeit war die erste, in der ein eierschalenfarbenes Seidenkleid erwähnt wird. Etwas mehr als ein Jahrzehnt später wählte auch Prinzessin Elisabeth von England ein weißes Brokatkleid. Doch erst Königin Victoria, die 1840 in weißer Seide, Spitze und kurzem Brautschleier Prinz Albert von Sachsen-Gotha das Jawort gab, trat den Trend so richtig los. Fortan wurde bei jeder Adelshochzeit ein weißes Brautkleid getragen. Auch die wohlhabende Gesellschaft folgte diesem Vorbild und heute ist der Trend so alt, dass er zur Tradition geworden ist.

Mehr zu diesem Thema: So findest du das perfekte Brautkleid

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Brautjungfern verwirren böse Geister

Dass Brautjungfernkleider zum Brautkleid passen, hat mehrere Gründe: Es sieht hübsch aus, zeigt gleichzeitig die Verbundenheit zur Braut und hebt gleichzeitig die Brautjungfern vom Rest der Gäste ab. Doch der Brauch selbst geht auf die Römerzeit zurück. Damals glaubte man, böse Geister würden die Hochzeit besuchen und versuchen, die Braut zu verfluchen. Die Brautjungfern kleideten sich wie die Braut, um die Geister zu verwirren und so eine glückliche Ehe zu ermöglichen.

Mehr zu diesem Thema: Inspiration für schöne Brautjungfernkleider

Wozu dient der Brautschleier?

Einem ähnlichen Zweck wie die Brautjungfernkleider dient der Brautschleier. Bei ihm handelt es sich um die griechische Methode, die Braut vor bösen Geistern zu verstecken.

Etwas Altes, etwas Blaues, etwas Geborgtes

Die Tradition, dass eine Braut „etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes, etwas Blaues“ trägt, geht auf einen alten englischen Reim zurück. Etwas Altes steht für Kontinuität, etwas Neues für zukunftsgerichteten Optimismus, etwas Geliehenes symbolisiert geliehenes Glück, etwas Blaues steht für Reinheit, Liebe und Treue. Nach Österreich, Deutschland und in die Schweiz schaffte es der Brauch ähnlich wie Halloween – über Serien und Filme.

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Die Hochzeitstorte ist für Kinder!

Die Hochzeitstorte führt uns wieder ins antike Rom. Hier brachen die Gäste einen Laib Brot über dem Kopf der Braut, um so ihre Fruchtbarkeit zu fördern. Die Jahrhunderte machten aus dem Brot eine Torte, es wird nicht mehr gebrochen, sondern angeschnitten und die einzige Person, die danach schwanger aussieht, ist der kleine Max, der heimlich drei Stück verdrückt hat.

Mehr zu diesem Thema: 5 Schritte zur richtigen Hochzeitstorte

Warum sagt man im Englischen „tying the knot“?

In vielen Kulturen auf der ganzen Welt – darunter den Kelten, den Hindus, den Ägyptern und den Nordvölkern von Westeros – werden die Hände der Braut und des Bräutigams buchstäblich zusammengebunden, um das Engagement des Paares füreinander und ihre neue Verbindung zu demonstrieren.

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Wieso trägt der Bräutigam die Braut über die Türschwelle?

Sagt den Ghostbusters Bescheid, die Geister wollen nicht aufgeben. Nachdem die Brautjungfern und der Schleier alle ihre bösen Pläne vereitelten, haben die Geister beschlossen, sich unter der Türschwelle zu verstecken und dort auf die Braut zu lauern. Doch dank ihres starken, frisch vermählten Partners ist sie auch vor dieser Heimtücke sicher.

Warum fährt das Brautpaar in die Flitterwochen?

Der Brauch, in die Flitterwochen zu fahren, stammt aus dem europäischen Norden. Hier war es üblich, dass sich das Brautpaar nach der Hochzeit für einen Mond – rund 30 Tage – zurückzog. Bestimmt, um dabei ihre Lieblingsserien zu bingen oder so. Jedenfalls brauchte ihnen ein Familienmitglied jeden Tag einen Becher Honigwein, – daher auch die englische Bezeichnung „honeymoon“.

Wieso wirft die Braut den Brautstrauß?

Heutzutage ist die Bedeutung des Brautstraußwerfens gut bekannt. Jene unverheiratete Frau, die den Brautstrauß fängt, wurde vom Schicksal ausgewählt und wird als Nächstes heiraten. Dass viele Hochzeitsgesellschaften dem Schicksal auf die Sprünge helfen und der Brautstraußwurf oft härter abgesprochen wird als Pferderennen in Mafia-Filmen, sei jetzt mal dahingestellt. Seinen Ursprung hat der Brauch im England des 15. Jahrhunderts. Damals hieß es, es würde Glück bringen, wenn man bei der Hochzeit etwas von der Braut bekommt. Das hatte zur Folge, dass die Gäste häufig am Kleid der Braut zogen, um etwas davon abzubekommen. Der Brautstraußwurf diente damals als Ablenkung. Die Braut warf beim Verlassen der Kirche den Strauß hinter sich, um den Gästen ein alternatives Ziel zu bieten. Das macht den Brautstrauß zum wahrscheinlich ersten Täuschkörper der Menschheitsgeschichte.

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Warum wird ein Strumpfband geworfen

Auch der Strumpfbandwurf stammt aus England und ist lediglich eine Kopie des Brautstraußwerfens. Die Männer wollten auch etwas fangen dürfen. Das Strumpfband hat sich durchgesetzt, weil es ja etwas von der Braut sein muss – wegen der Glückssache.

Woher stammt die Agape?

Vor allem in Österreich, Süddeutschland und der Schweiz verbreitet, hat die Agape ihren Ursprung im christlichen Glauben und wurde neben Hochzeiten auch bei anderen wichtigen Ereignissen wie Taufen, Erstkommunionen und Firmungen ausgerichtet. Damals allerdings noch etwas anders. Früher kam die ganze Gemeinde zur Agape und alle Besucher brachten Speisen mit, die anschließend miteinander geteilt wurden. So schön das klingen mag, in Wien wären das rund zwei Millionen Gäste auf eurer Agape.

Mehr zu diesem Thema: Was ist eine Agape bei der Hochzeit?

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