5 Schritte zur richtigen Hochzeitstorte

Eine Hochzeitstorte darf natürlich bei keiner Hochzeit fehlen – das Anschneiden des leckeren Kunstwerks ist ein echtes Highlight für alle Anwesenden am Hochzeitstag. Ob groß oder klein, schokoladig oder fruchtig, klassisch oder ausgefallen – die Hochzeitstorte sollte nicht nur schön aussehen, sondern auch für jeden Gast eine Geschmacksexplosion der Extraklasse sein. Die unzähligen Möglichkeiten machen die Auswahl der Hochzeitstorte jedoch zu einer richtigen Herausforderung. Mit den folgenden fünf Schritten möchten wir euch ein paar Infos und Tipps mit auf den Weg geben.


1. Größe der Hochzeitstorte

Die Größe der Torte ist natürlich abhängig von eurer Gästeanzahl und davon, ob nur die Torte serviert wird oder ob sie in Begleitung von Cupcakes, Cake Pops usw. kommt – also als Teil eines Sweet Tables. Eine einstöckige Torte ist in Herstellung und Transport natürlich wesentlich einfacher als eine Torte mit mehreren Etagen. Mehrstöckige Hochzeitstorten gibt es in verschiedensten Ausführungen – selbsttragend, aufeinandergestapelt oder auf einer Étagère. Während aufeinandergestapelte Torten von oben nach unten durchgegessen werden müssen, können die Gäste bei der Hochzeitstorte auf einer Etagere ihre Lieblingssorte auswählen. Außerdem gibt es hier mehr Platz für die Dekoration und die Etagen können separat angeliefert und erst vor Ort zusammengesetzt werden.


2. Geschmack der Hochzeitstorte

Idealerweise solltet ihr für die Hochzeitstorte mindestens zwei verschiedene Sorten auswählen, wovon eine davon eure Lieblingssorte sein sollte. Wählt abwechslungsreiche und nicht zu ausgefallene Sorten, sodass für jeden eurer Gäste etwas dabei ist. Beachtet auch die Jahreszeit. Im Sommer kommt Schokoladiges nicht so gut an wie fruchtig-frische Geschmacksrichtungen. Solltet ihr viele Allergiker oder Veganer erwarten, sollten auch deren Vorlieben berücksichtigt werden. Und bei Kindern sollte natürlich mindestens eine Sorte unalkoholisch sein. Das Wichtigste: Probiert die Sorten vorab. Professionelle Konditoren laden euch gerne zu einer Verkostung ein. Probiert euch durch und entscheidet nach eurem Bauchgefühl.

3. Look & Design der Hochzeitstorte

Das Auge nascht mit! Ob klassisch, modern oder ausgefallen – idealerweise harmoniert das Design eurer Hochzeitstorte natürlich mit eurem Farbthema bzw. Hochzeitskonzept. Wenn ihr überhaupt keine Idee habt, schaut euch auf Instagram oder Pinterest um – hier werdet ihr garantiert fündig. Am besten bringt ihr eurem Konditor zum ersten Gespräch Bilder von euren Wunschtorten mit. Die Verkleidung ist  absolut ausschlaggebend für den Look der Hochzeitstorte. Hier gibt es unter anderem folgende beliebte Varianten:

  • Naked Cake
    Wie der Name schon sagt, erhält ihr bei der Bestellung eines Naked Cake den „nackten“ Kuchen, also ganz ohne Verkleidung. Man erkennt hier klar die Schichten an Tortenböden und Füllungen. Naked Cakes werden meist mit echten Blüten oder Beeren dekoriert.  Diese Art von Torte ist vor allem bei natürlichen Hochzeitskonzepten, z. B. Boho, sehr beliebt. Nachteil: Weil die schützende Verkleidung fehlt, trocknen Naked Cakes recht schnell aus. Empfehlenswerter wäre daher der folgende Vorschlag:
  • Semi Naked Cake
    Hier wird der nackte Kuchen ganz dünn mit einer Creme überzogen, sodass die Schichten an Tortenböden und Füllungen noch leicht durchscheinen.
  • Fondant-Torte
    Fondant mag heutzutage vielleicht nicht mehr in aller Mode sein, ist aber dafür wesentlich stabiler als Sahne oder Creme. Fondant hat keinen Eigengeschmack und ist sehr süß, wird dafür aber nur hauchdünn über die Torte gezogen.
  • Cremetorte
    Wie der Name schon sagt, wird die Cremetorte vollständig von einer Creme, meistens auf Sahnebasis, eingehüllt. Hier ist es sehr wichtig, dass die Torte gut gekühlt wird, damit die Hülle nicht schmilzt.

4. Dekoration der Hochzeitstorte

Bei der Dekoration eurer Hochzeitstorte sind euren Wünschen kaum Grenzen gesetzt. Ob klassische Tortenfiguren oder moderne Cake Topper, echte Blüten oder Blumen aus Marzipan oder Fondant, Satinband, Wimpelkette oder Früchte – hier findet sich für jedes Hochzeitskonzept die passende Dekoration.

5. Der perfekte Zeitpunkt für die Hochzeitstorte

Wo und wie möchtet ihr eure Hochzeitstorte präsentieren? Bis vor ein paar Jahren kam die Hochzeitstorte sehr oft als Mitternachtseinlage zum Einsatz. Da nach dem Dinner aber leider meist zu viel von der Torte übrig bleibt, weil die Mägen zu diesem Zeitpunkt einfach schon zu voll sind, ist heutzutage das Servieren der Torte zum Kaffee am Nachmittag viel beliebter. Die Torte kann bei Tageslicht auch viel schöner fotografisch festgehalten werden und außerdem bietet sie einen auflockernden Programmpunkt in der meist sehr langen Zeit zwischen Agape und Dinner.

Der perfekte Zeitpunkt für die Hochzeitstorte

Euer Konditor steht euch bei all diesen Entscheidungen gerne zur Seite und erklärt euch, welche Tortengröße bei eurer Hochzeit Sinn macht, welche Geschmacksrichtungen es gibt und welche Verkleidungen und Dekorationen möglich sind. Gemeinsam mit euch erarbeitet er dann ein Konzept für die Hochzeitstorte eurer Träume.


3. November 2020

Konditorinnen aus Österreich
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