Hochzeit planen wie ein Profi: Das Moodboard
Sobald es an die Detailplanung der Hochzeit geht, entdeckt man überall Millionen wundervoller Sachen zum Thema Hochzeit. Ob auf Social Media, in der TV-Werbung, im Möbelhaus oder im Blumenladen an der Ecke. Gefühlt wird man sich nie für ein Wedding Design entscheiden können und die Köpfe scheinen in Kürze vor lauter Ideen und Trends zu explodieren. Ein Moodboard gehört deshalb zu jeder perfekt geplanten Hochzeit dazu.
Es hilft euch dabei, diese vielen Ideen zu sammeln, zu sortieren, euren Stil zu finden und eure Wünsche zu visualisieren. Euer finalisiertes Hochzeits-Moodboard bildet die Basis für die Gespräche mit euren Dienstleistern und den stilistischen roten Faden für euren großen Tag.
Dieser Artikel beinhaltet folgende Bereiche:


Was ist ein Moodboard?
Ein Moodboard ist eine Art Collage, mit der ihr die Vorstellung, wie eure Hochzeit aussehen soll, ganz leicht visualisieren könnt. So seht ihr auch gleich, ob die gewünschten Farben miteinander harmonieren, wo sie überall Verwendung finden können und ob der von euch gewählte Stil dazu passt. Je durchgängiger euer Farb- und Stilkonzept ist, desto besser wird es am Ende auch wirklich als roter Faden erkennbar sein.
Wozu braucht man ein Moodboard?
Es soll in erster Linie euch selbst dabei helfen, herauszufinden, welchen Stil und welche Farben ihr euch für eure Hochzeit wünscht. Im weiteren Schritt hilft es aber auch euren Dienstleistern dabei, sich ein genaues Bild von euren Wünschen zu machen – also vom Look & Feel, den ihr euch für euren großen Tag wünscht. So stellt ihr sicher, dass die Anbieter eure Vorstellungen verstehen und wie gewünscht umsetzen.
Wie erstelle ich ein Moodboard für die Hochzeit?
Klärt als erstes ganz in Ruhe miteinander eure persönlichen Vorlieben und No-Gos ab. Welche Farben, Muster, Schriften und Stile gefallen euch? Falls ihr schon eure Hochzeitslocation gebucht oder eine Jahreszeit gewählt habt: Was passt dazu, was auf keinen Fall? Versucht, bewusst nicht über aktuelle Hochzeitstrends zu sprechen bzw. nach ihnen zu suchen. Überlegt lieber, was euch gefällt und zu euren Persönlichkeiten passt. Hört nicht auf andere oder sogenannte „Hochzeitsregeln“. Das Schönste am Heiraten ist nämlich: Ihr könnt absolut frei und alleine entscheiden, wie ihr diesen Tag gestalten möchtet.Recherchiert dann im Internet, in Magazinen oder Büchern nach Ideen, die euch zusagen. Da sich ganz schnell hunderte tolle Dinge ansammeln werden, lautet die Devise bei der Recherche eher Aussortieren als Aussuchen. So grenzt ihr die unzähligen Möglichkeiten immer mehr ein und gelangt immer näher zu einem stimmigen Ergebnis.
Das fertige Moodboard kann entweder auf einen großen Karton geklebt, an eine Pinnwand gepinnt oder am Computer/Handy zusammengestellt werden. Ein analog gebasteltes Moodboard kann auch Dinge wie Stoffmuster, Papierarten (für die Papeterie), Blüten und andere Materialien enthalten, während ein digitales Moodboard den Vorteil hat, dass es den Hochzeitsdienstleistern (beispielsweise dem Floristen) einfacher gesendet oder vorgelegt werden kann.


Der große Nachteil von Pinterest
Die wahrscheinlich größte Inspirationsquelle für die Hochzeit ist – nicht überraschend – Pinterest. Allerdings solltet ihr eine Recherche auf dieser Plattform mit Vorsicht genießen, denn ein Moodboard voller Pinterest-Schätze kann schnell zu enttäuschenden Gesprächen mit Dienstleistern und unbezahlbaren Angeboten führen. Der Grund: Die meisten Bilder, die man auf Pinterest findet, sind auf (meist US-amerikanischen) Nonplusultra-Hochzeiten entstanden, die in dieser Art und Weise nicht realistisch geschweige denn leistbar umgesetzt werden können. Wir empfehlen euch, bei der Recherche für euer Hochzeits-Moodboard unsere Inspirations-Galerie zu nutzen. Denn diese enthält ausschließlich Arbeiten von in Österreich und von österreichischen Anbietern umgesetzten Hochzeiten und Shootings. So findet ihr nicht nur realistische Ideen, sondern auch gleich den Dienstleister, der euch das genau so anbieten kann.


Digitales Moodboard für eure Hochzeit
Auch wenn Pinterest wie bereits erwähnt oftmals überfordern und auch falsche Erwartungen schüren kann, finden wir die Plattform und insbesondere unsere kuratierte Inspirationsgalerie sehr empfehlenswert. Ein digitales Moodboard lässt sich super mit einer dafür entwickelten Software oder App ausarbeiten, oft sind diese sogar kostenlos und mittlerweile sehr intuitiv nutzbar. Ein Moodboard für eure Hochzeit lässt sich mithilfe dieser Tools entweder sehr strukturiert – mit Rahmen und Rastern oder auch ganz wild zusammengewürfelt – kreieren. Was sich bei digitalen Moodboards für die Hochzeit besonders anbietet: Teilt das Moodboard und arbeitet gemeinsam daran! Ob mit dem Ehepartner in spe, der Hochzeitsplanerin oder dem Catering-Dienstleister – ihr könnt euch gemeinsam an Inspirationen wagen und diese nach und nach konkretisieren.
Analoges Moodboard für eure Hochzeit
Wie zuvor kurz angeschnitten, sind auch analoge Moodboards bei der Hochzeitsplanung gold wert. Gerade wenn ihr eher haptische Menschen seid oder auch gerne nicht nur mit Papier, sondern auch mit anderen Materialien wie Servietten und Stoffen arbeitet, empfiehlt sich ein Moodboard aus Pappkarton. Die kreative Arbeit an einem analogen Moodboard kann richtig Spaß machen, gerade auch im Team. Denn während beim digitalen Entwurf ein Part meist nur daneben sitzt und nicht so richtig mitmachen kann, könnt ihr euch beim kreativen Basteln des analogen Moodboards gegenseitig inspirieren. Holt euch eine Menge Zeitschriften, Bücher und Ausdrucke, nehmt aber auch Bastelmaterial, Servietten und Stoffe zu Hilfe – alles, was euch anspricht und euch farblich und haptisch zusagt, darf aufs Moodboard. Stellt euch euer fertiges Moodboard am besten in euer Wohnzimmer – so seht ihr eure Kreation täglich und ihr bekommt ein gutes Gefühl dafür, wie euer Hochzeitskonzept tatsächlich aussehen soll.


Der 5-Schritte-Plan zum Hochzeitsmoodboard
Das Moodboard stammt ursprünglich aus dem Design- und Marketingbereich und dient dazu, abstrakte Ideen, Stimmungen und Gestaltungsrichtungen in eine visuell greifbare Form zu übersetzen. Wie viele Tools aus dem Marketingbereich folgt auch das Moodboard einem bewährten 5-Schritte-Plan – und genau dieser lässt sich perfekt auf die Hochzeitsplanung übertragen. Wenn ihr euch an diesen klaren Fahrplan haltet, wird aus eurer Vorstellung ein stimmiges Gesamtkonzept – und bei der Planung kann kaum noch etwas schiefgehen.
- Worte finden – Gefühle in Sprache übersetzen: Überlegt, welche Begriffe eure Wunschstimmung und euren Hochzeitsstil beschreiben (romantisch, elegant, bunt, witzig, verspielt, erwachsen, schlicht, ...).
- Farben und Materialien auswählen: Sammelt passende Farben, Texturen, Stoffe, Blumen und Dekoideen, die zu euren bereits definierten Begriffen passen. Ihr könnt dazu Schnipsel aus Magazinen, Zeitungen, Büchern und dergleichen wählen, aber auch genauso haptischere Elemente (beispielsweise Servietten)mit einbinden.
- Sortieren & den roten Faden erkennen: Sortiert aus, was nicht ins Konzept passt, und achtet auf wiederkehrende Elemente und Farben für ein stimmiges Gesamtbild.
- Gestaltung & liebevolle Details ergänzen: Erstellt euer Moodboard digital oder analog und ergänzt gezielt besondere Details, die euer Konzept abrunden. Das kann etwa ein Symbol oder Motiv sein, das sich als roter Faden durch Papeterie, Deko und weitere Elemente ziehen kann. Wie beispielsweise in dieser Hochzeitsinspiration, wo der Fokus auf den Anker gelegt wurde.
- Gesamtbild prüfen & teilen: Schaut euch eure Kreation in Ruhe an, betrachtet das Bild immer wieder aus neuen Blickwinkeln und teilt euer Hochzeitsmoodboard dann mit eurem Partner, den Dienstleistern oder eurer Hochzeitsplanerin.
Dranbleiben!
Es ist völlig normal, sich bei der Erstellung eines Moodboards zur Hochzeit hin und wieder überfordert zu fühlen. Die vielen Ideen, Farben und Optionen können schnell überwältigend wirken. Doch auch wenn ihr glaubt, nie zu einem fertigen Moodboard zu kommen – bleibt unbedingt dran! Unser 5-Schritte-Plan bietet dafür eine gute Unterstützung.Ihr werdet sehen, am Schluss wird euch ein fertiges Moodboard alle weiteren Schritte der Hochzeitsplanung immens erleichtern. Ihr werdet am Ende froh sein, so viel Zeit und Liebe in die Recherche investiert zu haben. Ein durchdachtes Moodboard zu eurer Hochzeit bringt nicht nur eure Vorstellungen auf den Punkt, sondern erleichtert euch jeden weiteren Schritt in der Hochzeitsplanung. Ein Moodboard kann euch den Plaungsprozess verschönern und zudem ein hilfreicher Schlüssel zu einem stimmigen und persönlichen Fest sein.
erstellt am
23.11.2022
aktualisiert am
28.1.2026







