Wie schreibe ich eine Hochzeitsrede?

Du darfst am Hochzeitstag eine Rede halten? Herzliche Gratulation! Eine Hochzeitsrede halten zu dürfen ist in erster Linie eine große Ehre, die nicht jedem gebührt. Doch du bist nicht so positiv gestimmt? Du weißt es schon seit Monaten, aber hast noch nicht mal mit der Planung angefangen, da du einfach keine Ahnung hast, wo du anfangen sollst? Du würdest am liebsten fragen, ob es OK ist, wenn du das nicht machst, willst aber niemanden enttäuschen? Wenn du ständig denkst „das hat ja noch Zeit, ich schreibe die Rede einfach später“, endet es vermutlich damit, dass du am Abend vor der Hochzeit bis drei Uhr morgens im totalen Schreibchaos versinkst. Fang also lieber JETZT damit an!

Du weißt wahrscheinlich schon, was du eigentlich sagen möchtest, aber dir fallen die richtigen Worte nicht ein oder du hast keinen Plan, wie du daraus jetzt eine unterhaltsame Rede gestalten solltest? Keine Panik – so geht es anfangs vermutlich jedem. Wir geben dir ein paar Tipps für das Verfassen einer tollen Hochzeitsrede.

1. Nimm dir Zeit

Lasst euch Zeit und fangt frühzeitig mit dem Verfassen der Rede an. Oft fallen einem im Nachhinein noch ein paar Ideen ein und so bleibt genügend Zeit für Anpassungen und Änderungen, bis die Rede schließlich perfekt ist.

2. Bau was Persönliches ein

Vorgefertigtes aus dem Netz bringt zwar gute Inspiration und ein paar Anhaltspunkte, sollte aber nie 1:1 übernommen werden. Besonders bei einem so emotionalen Ereignis wie einer Hochzeit gehört etwas Persönliches zwingend dazu. Nichts bringt die Leute so zum Lachen oder rührt mehr zu Tränen als die ein oder andere persönliche Anekdote. Bau also unbedingt einen Insider oder eine Erinnerung ein, die euch verbindet. Es muss auch nicht zwingend von allen Gästen verstanden werden, wenn das Thema nur ganz kurz oder am Rande angesprochen wird. Aber Achtung: Schwarzer Humor wird wahrscheinlich nicht von allen Gästen verstanden und sollte daher möglichst vermieden werden.

Sei du selbst und hab keine Angst

Versuche nicht, gezwungenermaßen etwas zu tun, wobei du dich unwohl fühlst. Niemand möchte gerne sehen, wie du nervös und stotternd etwas versuchst, das dir nicht liegt. Es nützt hier auch nichts, wenn du dir Mut antrinkst. Wenn Reden nicht dein Ding sind, dann wissen das die anderen wahrscheinlich sowieso. In diesem Fall wird man es dir bestimmt hoch anrechnen, wenn du überhaupt etwas sagst. Halte dich einfach kurz – Augen zu und durch. Spickzettel sind übrigens kein No-Go bei einer Rede – besonders dann nicht, wenn man kein guter Redner ist. Außerdem gibt es ein bisschen Sicherheit, wenn man etwas in den Händen hält. Wenn du völlig Bammel vor der Rede hast, kannst du dich ja vielleicht mit einem anderen zusammentun, der eine Rede halten muss und ihr macht das ganze einfach zu zweit.

Übung macht den Meister

Ganz wichtig: Lies die Rede nicht nur zehn Mal leise durch. Stell dich ruhig auch mal vor den Spiegel und sprich die Worte laut aus – das hilft wirklich sehr beim Verinnerlichen der Rede.

Hochzeitsrede schreiben

Der Aufbau der idealen Hochzeitsrede:

  1. Begrüße die Gäste.
  2. Stell dich vor und erklär, in welcher Beziehung du zum Brautpaar stehst.
  3. Leite die Rede mit einem passenden Zitat, einem Witz oder einer Anekdote ein.
  4. Erzähle, was das Brautpaar und ihre Beziehung aus deiner Sicht so besonders macht. Warum du meinst, dass die Braut dem Bräutigam gut tut und umgekehrt. Hier darf ruhig die ein oder andere Träne kullern.
  5. Beglückwünsche des Brautpaar und erhebe dein Glas, um gemeinsam mit den Gästen auf die Frischvermählten anzustoßen.


Egal, ob du Papa, Mama, Trauzeugin oder Omi bist – eines gilt immer: Die Rede sollte kurz und knackig und für alle Gäste unterhaltsam sein.

3. November 2020

Konditorinnen aus Österreich
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