Im Gespräch mit Konditormeisterin Astrid Vetter

Die Tortennascherei ist eine Ein-Frau Backstube in Schönberg im Stubaital, in der besondere, moderne und individuelle süße Kreationen entstehen: moderne Hochzeitstorten, Sweet Tables, Gastgeschenke und vieles mehr. Inhaberin und Konditormeisterin Astrid Vetter legt dabei großen Wert auf eine persönliche Beratung, eine fachgerechte Umsetzung sowie Regionalität und Qualität der verarbeiteten Produkte. Liebe zum Detail rundet ihr Angebot ab.

Wie bist du zu deinem Beruf gekommen?
Schon als kleines Mädchen half ich gerne meiner Mutter beim Backen von Kuchen und Weihnachtskeksen. Nach den ersten Schnuppertagen in einer Konditorei war klar, dass ich genau diesen Beruf erlernen will. So machte ich die Lehre zur Konditorin, arbeitete dann als Chef Patissière in verschiedenen Hotels und legte 2017 die Konditormeisterprüfung ab. Die Freude am Handwerk ist geblieben und ich kann mir seitdem keinen tolleren und kreativeren Beruf vorstellen. 

Was macht dich so besonders?
Für mich ist meine Arbeit Leidenschaft. Ich liebe was ich tue. Jedes Brautpaar ist für mich individuell und so möchte ich jeweils passende Hochzeitstorten und Sweet Tables entwerfen. Dafür nehme ich mir viel Zeit und versuche alle Wünsche zu beachten. Bei der Verarbeitung der Rohstoffe achte ich auf Qualität und Regionalität. Die Umsetzung und Herstellung der Hochzeitstorte wird mit viel Sorgfalt, Kompetenz und Genauigkeit abgerundet. Nach Absprache mit dem Floristen oder der Location koordiniere ich die Anlieferung und den Aufbau der Hochzeitstorte und der sonstigen Naschereien, damit auch im Hintergrund alles reibungslos funktioniert und sich die Paare um nichts mehr kümmern müssen. 

Was gefällt dir an der Hochzeitsbranche?
Am besten gefällt mir die Herausforderung, bei jeder Hochzeit ein neues, individuelles süßes Kunstwerk zu kreieren. Ich arbeite mehrere Tage lang in der Backstube für eine Hochzeits-
torte samt Sweet Table und es freut mich besonders, wenn ich diese dann selbst an einem wundervoll geschmückten Ort aufbauen kann. Manchmal kann ich so live miterleben, wie sich die Gäste und vor allem das Brautpaar über ihre perfekt in Szene gesetzte Hochzeitstorte und die kleinen Naschereien freuen. So wird meine mit viel Liebe ausgeführte Arbeit zu einem Highlight der Hochzeit. 

Welche Trends zeichnen sich aktuell ab?
Bereits seit ein paar Jahren ist die Hochzeitstorte als Semi-naked Cake beliebt: Hier wird die Torte nur leicht mit Creme eingestrichen, sodass die Tortenböden noch durchschimmern. Dekoriert wird dann meist mit frischen Blumen, Obst oder Beeren – dadurch wirkt die Hochzeitstorte locker, natürlich und modern. Um Farbe oder Struktur in Szene zu setzen eignen sich Buttercreme und Schokolade perfekt. Kreativ eingesetzt machen sie die Torte wahrlich einzigartig. Wem etwas elegant-schlichtes vorschwebt, der wird bei einer Fondant-Torte mit modellierten oder echten Blumen, Blattgold und schimmernden Macarons fündig. 

Wie würdest du selbst gerne heiraten? 
Puh, das ist eine gute Frage. Als Hochzeitsdienstleisterin sehe ich natürlich viele verschiedene Varianten. Da ich in meiner Freizeit sehr viel in den Bergen und der Natur unterwegs bin, tendiere ich zu einer lockeren und einfach gehaltenen Berghochzeit. Wobei eine tolle Hochzeitstorte natürlich auch auf der Berghütte nicht fehlen dürfte. :) 

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Interview vom Juli 2021