Im Gespräch mit Hochzeitsfotograf Michael Banert

Wie bist du zu deinem Beruf gekommen?
Ich habe mich vor 14 Jahren gefragt: Was will ich in den nächsten Jahren machen? Was ist mir wichtig, was möchte ich erleben? Und so habe ich mich gegen mein Studium und für das Fotografieren entschieden und es bis heute nicht bereut. Mittlerweile arbeite ich als Hochzeitsfotograf – hauptsächlich in Deutschland und Österreich, aber sehr gerne auch europaweit.

Was gefällt dir an der Hochzeitsbranche?
Für mich ist es eine Ehre, die Liebe zweier Menschen zueinander zu fotografieren. Ich liebe es, Pärchen ungestellt und authentisch zu fotografieren und es bereichert mich auch persönlich, sie an einem so bedeutsamen Tag zu begleiten und die vielen Emotionen aufzuschnappen und einzufangen. Ich mag Paare, die sich für ihre Hochzeit nicht verbiegen sondern sie so gestalten, wie sie es selbst möchten. Mein Beruf bietet mir die Möglichkeit zu reisen und tolle Menschen kennenzulernen. Das Meer und die Berge symbolisieren für mich ein Stück Freiheit. Speziell Hochzeiten in den Bergen haben etwas Magisches. Am liebsten fotografiere ich außergewöhnliche und unkonventionelle Hochzeiten mit einem tollen Konzept, lockeren Gästen und einer ausgelassenen Feier.

Welche Trends erkennst du aktuell?
Was die Fotografie betrifft: Ich merke, dass immer mehr Paare neben der Fotoreportage auch ein After Wedding Shooting buchen möchten, um Fotos mit ganz besonderen Kulissen zu bekommen – auf einem Berggipfel, am Meer oder an anderen Locations, die am Tag der Hochzeit nicht erreichbar sind. Es besteht heutzutage die Möglichkeit, schnell und günstig für einen Tag ans Meer zu fliegen und einzigartige Bilder zu machen.
Was Hochzeitskonzepte betrifft: Neben den beständigen und angesagten Themen „Boho“ und „Vintage“ gibt es mittlerweile schon wieder viele neue Trends – Industrial Weddings, rustikale Tische und die Verwendung vieler Goldelemente zum Beispiel. Ich finde es toll, dass immer mehr Hochzeitsfeiern optisch durch eine schöne Beleuchtung aufgewertet werden – etwa durch Lichterketten oder hängende Teelichter. Auch Trends zu Live-Gitarrenmusik am Lagerfeuer oder Flying Buffets ohne strikte Sitzordnung sind für mich erkennbar.

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Interview vom September 2021