Dos & Don’ts beim Junggesellenabschied

Dos & Don’ts beim Junggesellenabschied

1. September 2021

Casinos, Zigarren, Stripperinnen, Bierbikes und Malle – die Liste der Junggesellenabschied-Klischees ist so lang, dass nicht mal ein Galileo-Beitrag sie in Fußballfeldern oder Badewannen bemessen könnte. Hier wird es um keines dieser Klischees gehen. Was euch hier erwartet, sind Tipps und Dos & Don'ts für einen spaßigen Junggesellenabschied, der wahrscheinlich nicht in einem billigen Motelzimmer endet, in dem eine osteuropäische Stripperin ihrem „Manager“ erklärt, mit wem von euch er sich noch mal über die Bezahlung „unterhalten“ muss.

Dos & Don’ts beim Junggesellenabschied

Vor dem Junggesellenabschied

Bevor es mit der Planung losgeht, gilt es einige Regeln festzuhalten.

  1. Der Bräutigam ist kein Opfer.

„Oh! Ich hab eine tolle Idee! Wir lassen den Bräutigam in einem Tütü rumlaufen.“ – Just don’t. Entgegen anderweitigen Behauptungen ist der Junggesellenabschied nicht dazu da, den Bräutigam bloßzustellen oder gar zu quälen. Vielmehr geht es darum, ihm eine gute Zeit mit seinen besten Freunden zu schenken.

  1. Der Trauzeuge ist der Chef.

In Zeiten von Messenger-Gruppen liegt die Versuchung nahe, alle Teilnehmenden in die Planung miteinzubeziehen. Der Gedanke ist nett, scheitert aber an der Praxis. Zu viele Köche verderben den Junggesellenabschied. Daher macht von Anfang an klar, dass Ideen und Vorschläge willkommen sind, aber die finalen Entscheidungen vom Trauzeugen getroffen werden.

  1. Mitspracherecht für den Bräutigam

Für viele ist klar: Der Junggesellenabschied muss für den Bräutigam eine Überraschung sein. Daran ist auch nichts auszusetzen, dennoch sollte er ein gewisses Mitspracherecht haben. Vorab sollte geklärt werden, welche Art von Junggesellenabschied sich der Bräutigam wünscht, wer dabei sein soll und was für ihn absolute No-Gos sind. Der Trauzeuge sollte es als seine Pflicht sehen, diese Wünsche zu respektieren – auch dann, wenn die restliche Truppe andere Vorstellungen hat.

  1. Es muss keine Sausage-Party sein

Bei vielen Junggesellenabschieden gilt: No girls allowed. Das muss aber nicht sein. Wenn der Bräutigam gerne seine beste Freundin oder seine Schwester dabei hätte, dann erfüllt ihm diesen Wunsch.

  1. Die Unternehmungen passend zum Bräutigam wählen

Eigentlich selbstverständlich und dennoch erwähnenswert: Plant Unternehmungen, die zum Bräutigam passen. Sollte er an Arachnophobie leiden, wäre der Besuch einer Spinnenausstellung wohl eher als zweite Wahl einzustufen.

Dos & Don’ts beim Junggesellenabschied

Abenteuerliche Junggesellenabschiede

Laut eurem Bräutigam könnten die Stunts, die Tom Cruise in den „Mission Impossible“-Filmen macht, etwas mehr Action vertragen? Dann könnten abenteuerliche Unternehmungen das Richtige sein.

Bungee-Jumping

Wisst ihr noch, wie sich James Bond am Anfang von „Golden Eye“ vom Verzasca-Staudamm im Tessin stürzt? Das könntet ihr auch machen. Wahrscheinlich werdet ihr damit nicht die Welt retten, aber einen Vodka-Martini habt ihr euch danach auf jeden Fall verdient.

Skydiving

Wenn ihr euch lieber aus einem Flugzeug als von einem Bauwerk in die Tiefe stürzen wollt, dann ist wohl Skydiving das Richtige. Dieser Vorschlag bezieht sich auf die klassische Art des Skydiving, bei der entweder jeder für sich aus dem Flieger springt oder im Tandem gesprungen wird – aber wenn ihr wollt, könnt ihr das natürlich auch im „Fast and Furious“-Style mit Autos machen. Doch diesen Tipp habt ihr nicht von uns!

Road Trip

Es gibt keinen Grund, bis zu euer aller Midlife-Crisis zu warten, ehe ihr euch auf Motorräder setzt und gemeinsam die Straßen Europas erkundet. Versteht sich von selbst, dass vor allem im Alpenraum die Nutzung von Autobahnen zu vermeiden ist. Jeder Bergpass will befahren, jede Serpentine genommen werden.

Camping Trip

Unter freiem Himmel übernachten, sich nur von dem ernähren, was die Natur euch gibt und was ihr selbst erlegen könnt, dabei laut „Ich habe Feuer gemacht!“ rufen und Bärenangriffe überstehen. Falls euch „The Revenant“ diese Vorstellung etwas madig gemacht hat, zählt unserer Meinung nach auch ein konventioneller Camping-Trip mit Schlafsäcken als Abenteuer.

Sportliche Junggesellenabschiede

Junggesellenabschiede für all jene Bräutigame, die wahrscheinlich auch bei der Trauung Turnschuhe tragen werden, weil Sport nicht zum Leben gehört, sondern das Leben ist.

Klettern

Überhängende Felsformationen, vereiste Wasserfälle, Klippen oder Hochhäuser – Klettern ist ein Kampf gegen die Schwerkraft, gegen die Angst und gegen sich selbst. Wenn ihr aber mehr auf Spaß als auf Kampf aus seid oder euch die notwendige Klettererfahrung fehlt, sind Klettergärten eine gute Alternative.

Ski-Wochenende

Nachdem ihr den Berg erklommen habt, müsst ihr auch irgendwie wieder runter kommen. Am besten geht das mit ein bis zwei Brettern unter den Füßen. Da dies höllisch viel Spaß macht, empfehlen wir, es gleich ein ganzes Wochenende lang zu tun.

Go-Kart

Keine schnauzbärtigen Klempner, keine Bananenschalen, keine Schildkrötenpanzer, und die einzigen Feuerbälle sind jene, die entstehen, wenn es einen von der Strecke gefegt hat – das ist Go-Kart für einen Junggesellenabschied! Doch denkt daran: safety first!

Paintball

Bevor die Generation der Fortnite-Spielerinnen und -Spieler Junggesellenabschiede feiert, könnt ihr jetzt noch zeigen, was ihr bei „Doom“, „Counter Strike“ und „Call of Duty“ gelernt habt. Sollte es zu kalt sein, darf’s aber auch Laser-Tag werden.

Stadionbesuch

Sollte euer Bräutigam zwar auf Sport stehen aber nicht zwingend auf Bewegung, könnt ihr euch inmitten hunderter grölender, verschwitzter und zumindest leicht angetrunkener Fans die Kehle aus dem Leib zu schreien, während auf einem Stück Rasen unterschiedlich gekleidete Menschen einem Ball hinterherlaufen. Die Höhe des Pulses ist dabei wahrscheinlich ähnlich wie beim Bungee-Jumping.

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Chillige Junggesellenabschiede

Nicht alle stehen auf Physikgesetze verachtende, brachiale Fast-and-Furious-Transformer-Action. Solltet ihr euren Bräutigam auch mal in einem Indie-Film vorfinden, könnten diese Ideen etwas für ihn sein.

Museums-Tour

Das Schöne an Museen ist die Vielfalt. Der Besuch lässt sich prima nach den Interessen eures Bräutigams planen. So könnt ihr technische, naturhistorische, Kunst-, Kriminal- oder Porzellanpuppen-Museen besuchen – ganz nach den Vorlieben eures Bräutigams.

BBQ-Kurs

Wenn man dem Klischee Glauben schenkt, werden rund 90 % aller Männer mit einer Grillzange in der Hand geboren. Für all jene, denen dieses Glück nicht zuteil wurde oder die tatsächlich das Grill-Handwerk erlernen wollen, gibt es BBQ-Kurse. Als netter Nebeneffekt ist automatisch für großartiges Essen gesorgt.

Videospielen im Kino

Wahrscheinlich musste euer Bräutigam einst „Super Mario“ auf einem kleinen Röhrenfernseher in seinem Kinderzimmer spielen und bei nächtlichen Autofahrten jede Straßenlaterne nutzen, um die Tetrisblöcke auf seinem winzigen Gameboy-Screen zu erkennen. Doch diesmal nicht. Diesmal ist der Screen eine verdammte Kino-Leinwand!

Dungeons & Dragons

Für euren Bräutigam beginnt bald die wichtigste Rolle seines Lebens – die des liebenden und fürsorglichen Ehemanns. Da wäre es doch schön, wenn er davor noch einmal jemand ganz anderes sein kann und mit euch zu einem großen Abenteuer aufbricht. Kleiner Tipp: Gebt ihm anfangs ausnahmsweise ein oder zwei Charakter-Points mehr.

Klassische Junggesellenabschiede

Egal ob Sinatra oder Queen, ob Citizen Kane oder Terminator 2, ob 1966er Ford GT oder Porsche 911 Targa – von vielen Klassikern geht ein ganz eigener Reiz aus. Bei Junggesellenabschieden ist das nicht anders.

Städte-Trip

Eine fremde Stadt erkunden, große Highlights in den kleinsten und bekanntesten Bars erleben und fantastische Erinnerungen sammeln, an die ihr alle ein Leben lang zurückdenken werdet. Alles, was ihr braucht, ist ein Ziel. Unser Tipp: „Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien!“

Festival

Drei Tage, drei Stages und drei Dixie-Klos auf einer Fläche von rund 30 Hektar. Wenn ihr noch jung seid, gibt es wohl keine geilere Art, Party zu machen. Wenn eure Jugend bereits hinter euch liegt und ihr das dennoch überlebt, dann steht eines fest: Nicht nur der Bräutigam, sondern ihr alle seid bereit für die Ehe.

Disclaimer

Nehmt bitte nicht alle Vorschläge da oben ernst. Sie sind nicht dafür gedacht, eins zu eins kopiert zu werden. Vielmehr sollen sie euch inspirieren. Die Tatsache, dass ihr mit der Planung des Junggesellenabschieds betraut wurdet, lässt vermuten, dass ihr den Bräutigam gut kennt. Wenn er sich mehr über einen Sushi- als einen BBQ-Kurs freuen würde, dann bitte macht das. Wenn ihm Go-Karts zu langweilig sind, weil er auf deutlich mehr PS steht, dreht mit ihm eine Runde auf der Nordschleife. Ihr versteht schon: Macht ihm eine Freude!

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