Im Gespräch mit Hochzeitssängerin Alex Dobner

Sängerin Alex Dobner steht schon ihr halbes Leben auf der Bühne. Die Vollblutmusikerin begleitet sich selbst auf Klavier oder Gitarre und hat für jeden eurer Wünsche ein offenes Ohr.


Wie bist du zu deinem Beruf gekommen?
Seit ich mich erinnern kann singe ich. Meine Mama sagt, ich habe schon gesungen bevor ich sprechen konnte. Musik ist ein großer Teil meines Lebens – einfach nicht wegzudenken. Da war es klar, dass ich diese große Leidenschaft mit anderen Menschen teilen möchte. Ich will mit meiner Musik berühren und Menschen in nur wenigen Minuten in eine andere Welt versetzen und verzaubern. Als Grundlage dafür dient mir meine 5-jährige Jazz- und Popgesangsausbildung. Während weiteren drei Jahren "Lehrzeit" bei einer großartigen amerikanischen Gospel- und Soulsängerin durfte ich in ganz Österreich viel Erfahrung auf großen und kleinen Bühnen sammeln.

Was gefällt dir an der Hochzeitsbranche?
Es ist für mich einfach wunderschön, wenn sich zwei Menschen dafür entscheiden, ihren Lebensweg miteinander zu gehen. Jede Trauung ist individuell – sie lebt von den Menschen und von der Musik. Es ist für mich eine große Ehre, wenn ich ein Teil dieses besonderen Tages sein und das Brautpaar sozusagen musikalisch „zum Altar“ führen darf. Die Lieder, die ich singe, sind dann für immer mit diesem Moment verbunden – dadurch kann man auch nach Jahren wieder in dieses Gefühl eintauchen.

Welche Trends zeichnen sich bei der Hochzeitsmusik aktuell ab?
Zum einen bemerke ich, dass immer mehr Paare großen Wert auf Livemusik legen. Besonders bei (meist kurzen) Standesamt-Zeremonien werde ich immer öfter gebucht – das geht sehr gut mit wenig Equipment und bedeutet keinen Mehraufwand für das Paar. Nach kurzer Absprache mit dem Standesbeamten und schnellem Aufbau bin ich gleich startklar und die Trauung kann so noch ein Stück persönlicher gestaltet werden. Alles, was ich brauche, ist eine Steckdose. Und wenn ein Paar gerne im Wald oder auf einem Berg heiraten möchte, dann nehm‘ ich einfach meine Gitarre mit.

Zum anderen steht die Agape immer mehr im Mittelpunkt. Es ist einfach eine wunderbar lockere Atmosphäre: Die Gäste gratulieren dem frisch vermählten Brautpaar, man stoßt auf das Liebesglück an und die ersten Gruppenfotos werden gemacht. Eine musikalische Untermalung ist hier die perfekte Ergänzung und wird besonders von den Gästen geschätzt. Als Hintergrundmusik bin ich nie aufdringlich, aber immer präsent.

Wie würdest du selbst gerne heiraten?

Ich bin seit acht Jahren glücklich vergeben – natürlich sprechen wir über dieses Thema. Nach so vielen unterschiedlichen Hochzeiten, die ich schon begleiten durfte, habe ich von einer kleinen Feier im engsten Kreis bis hin zu einem Fest mit 200 Gästen schon alles erlebt. Beides hat seinen Reiz. Das einzige was ich ganz sicher sagen kann, ist: wenn Hochzeit, dann mit ganz viel Musik!

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Interview vom Juni 2020